21März
2018

Zahnarztbesuch

Zahnarzt! Ahhh?
Die Kinder aus dem Haus der Hoffnung gehen einmal im Jahr zu einem deutschen Zahnarzt. Der Zahnarzt arbeitet nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr in Nepal im Sushma Koirala Memorial Hospital und ist den Rest der Zeit in Deutschland tätig. Von Kathmandu aus braucht man ca. eine Stunde mit dem Bus zu dem Hospital für plastische Chirurgie. Es wird unterstützt und finanzieret von einer deutschen Organisation. Das Prinzip ist Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe! Die deutschen Ärzte helfen den Patienten durch ihre Operationen und unterrichten/unterstützen die nepalesischen Ärzte. So könnte das Hospital irgendwann auf eigenen Beinen stehen. Es richtet sich hauptsächlich an die ärmere Bevölkerung Nepals, die sich sonst keine medizinische Versorgung leisten können. Alle Ärzte arbeiten komplett auf freiwilliger Basis. Fast täglich kommen hier zum Beispiel schwerverbrannte Menschen an, die hier versorgt und behandelt werden. Die Verbrennungen treten hier oft auf einem hohen Grad auf...es sterben in dem Krankenhaus im Monat um die 10 Menschen allein an Verbrennungen.
Aber nicht nur durch Fachwissen im Bereich der Medizin unterstützen die Deutschen die Nepalesen, sondern es arbeiten auch Ingenieure für die Organisation, die sich um alles drum herum kümmern. Die reine Medizin reicht nämlich nicht, um ein Krankenhaus nachhaltig führen zu können.
So wurde zum Beispiel 2016 eine Hauseigene Müllverbrennungsanlage in Betrieb genommen und eine Wasserfilteranlage gebaut. ?Der Sandfilter ist dazu da, das Grundwasser zu filtern, damit es mineralienfrei wird. Eine andere Anlage sorgt für keimfreies Wasser aus einer Quelle in der Nähe, dies wird durch kommunizierende Rohre geleitet und fließt durch einen weiteren Filter. Das Wasser kann so ohne Pumpe in einen großen Wassertank fließen und dort als Wasservorrat gespeichert werden, falls die elektrische Pumpe für das Grundwasser mal ausfällt.♻️
Ein weiteres Projekt, das gerade in der Testphase läuft, ist die überflüssige Wärme der Stromgeneratoren für eine Fußbodenheizung in den OP-Sälen zu nutzen. Außerdem hat das Hospital eine eigene Biokläranlage.

Da wir nicht mit 150 Leuten gleichzeitig dort auftauchen können, sind wir in zwei Gruppen dort hin gefahren. Die ersten waren letzten Dienstag an der Reihe und die anderen dann gestern. Manche mussten auch ein zweites Mal noch mit, weil ihnen noch weitere Zähne gezogen werden mussten...Smiriti zum Beispiel hat sehr schlechte Zähne, aber zum Glück noch Milchzähne...ihr wurden insgesamt 4 Zähne gezogen. Wir Volunteers waren zur Unterstützung und zum Händchenhalten dabei.?‍?‍? Alles in einem, war der Zahnarzt sehr zufrieden und nur 10% der Kinder hatten Zahnprobleme und mussten behandelt werden.
Ich bin auch froh, dass die Kinder hier das Zähneputzen lernen und auch regelmäßig zum Zahnarzt gehen!